Ein gewachsener Verein seit 1979

Historie

 

Geschichtlicher Hintergrund:

Der historisch belegte Ursprung der Urviecher liegt ca. 7.400 Jahre zurück. Am Dienstag den 14. Januar 5.427 v. Chr. betrat ein Urviech zum ersten mal baaremer Boden und siedelte sich hier für die nächsten 6.000 Jahre an. Ein langanhaltender Kälteeinbruch ließ die Urviecher für eine sehr lange Zeit von der Bildfläche verschwinden...

 

Nun aber genug des wissenschaftlich fundierten Hintergrunds.

 

Die (Wieder-) Geburt:

Im Jahre 1972 besannen sich einige geschichtsbewusste Dieremer ihrer Wurzeln

und kreierten ein neues Häs, streng nach dem geschichtlich überlieferten Erscheinungsbild.

Klaus Mäder entwarf die ersten Schemen, die für den jeweiligen Träger in sorgfältiger Handarbeit angepasst wurden.

 

Die Gründungsmitglieder: Klaus Nenning, Volker Nobs, Dieter Hoffmann, Karl-Heinz Rösch, Marlies Prietzel, Karl-Heinz Grießhaber, Markus Schmider und Martin Schleker.

Die wilden Gesellen fanden recht schnell viele Anhänger, so dass am 21.September 1979 die Urviecherzunft Bad Dürrheim e. V. gegründet wurde.

Vorsitzender der ersten Stunde war Klaus Nenning, sein Stellvertreter Volker Nobs.

 

1980

Der Vize übernahm 1 Jahr später das Zepter und behielt es für die nächsten 20 Jahre inne. Der Neue Stellvertreter für die nächsten 7 Jahre wurde Klaus Mäder. Die Vereinskasse übernahm, zu unserem großen Glück, Peter Fischerkeller und sollte sie die nächsten 20 Jahre in einer wohl schwer nachzuahmenden Manier führen.

 

1982

Neben der traditionellen Straßenfasnet ist der Urviecherball seit 1982 eine feste Größe im Dieremer Fasnetkalender. Legendär sind bis heute die ersten Bälle, mit viel Improvisation und Unbekümmertheit, in der damaligen Siedepfanne.

 

Musikalisch wurde die Diiremer Fasnet durch die Guggä-Musik geprägt. Seit Anfang der 80er Jahre sorgen die Guggenmusiker immer wieder für Stimmung bei den zahlreichen Umzügen und Bällen während der 5.Jahreszeit.

Erster Leiter der Veranstaltung "Wir spielen - Sie raten" war Thomas Wursthorn. Seiner begnadeten Geduld verdankt die Nachwelt unvergessliche Stunden mit Kopfweh und Knalltrauma.

 

1984

Auch in der Zeitungslandschaft werden seit 1984 Maßstäbe gesetzt. Manfred Hirt und Wolfgang Reichmann waren die Keimzelle des Investigationsjournalismus der Extraklasse. Unbestechliche Berichte über die Vorkommnisse der Diiremer Fasnwt ließen schon so manchen Großen der Lokalpolitik vor der Veröffentlichung der UNZ (Urviecher Narrenzeitung) erzittern.

 

Mitte der 80er kam das Jüngste Kind der Zunft zur Welt. Die Muselgeister, wiederum der ideenreichen Schaffenskraft von Klaus Mäder zu verdanken, erblickten das Licht der Welt.

 

Präsident ist seit einiger Zeit Jürgen Vogel, ein "furztrockener" Zeitgenosse.

 

1987

Michael Gäng übernimmt den Posten des 2. Vorsitzenden.

Mit ihm kommt richtig Schwung und Disziplin in die Bude. Die Auftritte bei den verschiedenen Umzügen werden zu echten Hinguckern für die Zuschauer.

Dieser Antreiber ist bis heute noch in seinem Amt und macht uns Dampf, wenn der Alltagstrott droht.

Ein weiteres zartes Pflänzchen wächst zu dieser Zeit auf urigem Boden heran, Schriftführer wird Matthias Nann.

 

1990

War der unbestrittene Durchbruch für unseren Bekanntheitsgrad. Die durch eine Lappalie in der UNZ ausgelöste gerichtliche Auseinandersetzung mit einer damaligen Stadträtin, ließ uns über Nacht in Funk und Fernsehen, weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt werden. Wenn man vergleicht was Werbekampagnen von großen Unternehmen kosten, waren die damals fälligen 2.000 DM äußerst günstig und effektiv.

 

Im gleichen Jahr fand das legendäre Guggenmusiktreffen statt. 3 Tage Ausnahmezustand im Festzelt am Bohrturm sorgten für viele freundschaftliche Bande zu anderen "Notenquälern" aus der weiteren Region.

Das Ende der 90er Jahre stand unter dem Motto Konsolidierung und Annäherung. Aus der anfänglich, in jeder Hinsicht, wilden Urviecherzunft ist ein Verein geworden, der aus dem Fasnet- und Festgeschehen Bad Dürrheims nicht mehr wegzudenken ist. Mit viel Organisations- und Improvisationstalent wurden alle Herausforderungen gemeistert.

 

Aus der ursprünglichen Rivalität zur Narrenzunft, einem anderen Fasnetverein Bad

Dürrheims, ist, nicht zuletzt durch die Verwandschaft des ehemaligen Zunftmeisters mit unserem 1. Vorstand, ein freundliches Miteinander geworden.

 

1999

Kurz vor der Jahrhundertwende übernimmt Matthias Nann das Ruder als 1. Vorstand und versucht uns mit seinem Stellvertreter Michael Gäng in eine hoffentlich glorreiche Zukunft zu führen.

 

Möge die Wildheit, der Ideenreichtum, die Schaffenskraft und die Lust an unserer Diiremer Fasnet die nächsten 7.000 Jahre anhalten und uns noch so manche unvergessliche Stunde bescheren!

Darauf drei kräftige

 

Ur-viecher! Ur-viecher! Ur-viecher!